Meine Lieben

Ich war abhängig und süchtig von anderen Menschen und derer Meinung und Wissen. Ich war GEFANGEN. Ich liess mich an der Leine führen, KLEIN machen und mir von Rattenfängern einreden, dass ich ein kompletter Laie sei und nur Rattenfänger wüssten, wie ich meinen Hund „gesellschaftsfähig“ machen könne. Ich liess es zu, dass sich Rattenfänger selber auf ein Podest stellten und als Koryphäen für Hunde verkaufen konnten. Genau damit köderten sie mich.

Das war ihr Leckerchen für mich:

Ich weiss was, was du wissen musst, damit du eine gute Hundemami sein kannst!

Etwas überspitzt gesagt, glaubte ich wirklich die retten mich und helfen mir meinen Hund zu verstehen. Ich verleugnete mich und vertraute den Rattenfängern mehr als mir selber.

Ich hab früher alles gemacht, von dem die Gesellschaft (und somit die Rattenfänger) mir immer einzutrichtern versucht, dass es das Richtige ist.

Das Schlimmste daran, mein Hund und ich, wir blieben „stecken“.
Natürlich konnte ich mich auf dem Hundeplatz schon zeigen. Da liess ich mich „vorführen“. Ich liess mich herumkommandieren und war genauso Befehlsempfänger wie mein Hund.

Ja, ja, ich liess mich vertrösten und einlullen.
<<3 Jahre einen jungen Hund, 3 Jahre einen schwierigen Hund, 3 Jahre einen coolen Hund, 3 Jahre einen alten Hund.>>
Kann sich die Natur dies leisten?

…und dann habe ich angefangen auf mein Herz zu hören.

Ich strich Befehle und Kommandos komplett aus meinem Leben und dem meines Hundes. Mutig entschied ich mich für meine Freiheit und die meines Hundes – total egal, was andere über mich dachten. Ich begann mir selber zu vertrauen und tat nur noch das, was meiner Wahrheit entsprach. Das war völlig und ganz etwas anderes als das, was mir von Rattenfängern empfohlen wurde.

Dies hat viel besser funktioniert, als ich mir damals je hätte träumen können.

Ich habe früher selber gewählt eine Ratte zu sein. So, wie jede Ratte ihre Richtung selber wählt. Ja, ich gebe es offen zu, ich war eine Ratte. Das war gut so.
Daher kenne ich so genau den Unterschied zwischen Abhängigkeit und Freiheit. Ich weiss, was es heisst abhängig und süchtig zu sein.

Ich weiss, wie es sich anfühlt, wenn der Mensch sich selber an der Leine führen lässt.

Ich kenne jetzt auch das Gefühl der Freiheit. Es braucht Mut, aus der Masse auszusteigen und seinen Weg zu gehen. Der Mut zahlt sich aus.

Heute weiss ich aus eigener Erfahrung:

Jeder Mensch – auch du – spricht die Sprache seines Hundes,

Tag und Nacht,

egal, ob er dies will!

ICH habe mich selbst von Rattenfängern befreit. Ich erkenne Rattenfänger und gehe ihnen bewusst aus dem Weg.

Der Fokus auf das Wesentliche unterscheidet, ob der Mensch eine Ratte bleibt oder ein Leben in Freiheit führt.
Ich bin FREI!

Herzlich
Elisa

(Bildquelle: Pixabay)