Nicht die Leine hält den Hund zurück – sondern der Mensch!®

Ich hatte einen Traum…

…von einem Partner Hund an meiner Seite, der mir jeden Wunsch von den Augen abliest, auf den ich mich immer zu 100% verlassen kann.

Mein Hund und ich – ein Dreamteam – eine echte Partnerschaft.

Ich wünschte mir einen “Lassie”. Bestimmt kennen Sie diesen wunderschönen Hund aus den gleichnamigen Filmen? Er verzauberte mich in meiner Kindheit. Er war für mich der Inbegriff eines Traumhundes: Mutig, hoch intelligent, absolut treu, immer wieder rettete er sein Herrchen! Ich wünschte mir ganz tief in meinem Herzen eine Beziehung zu meinem Hund, in der sich mein Hund, voll Freude freiwillig entschliesst mir zu folgen, bei mir zu bleiben und von sich aus alles für mich zu tun.

Früher waren leider Wunschtraum und Wirklichkeit meilenweit voneinander entfernt.

Ich hatte eine breite Palette von Leinen, Halsbändern und Geschirren immer griffbereit, sozusagen für jede Situation das passende Stück. Diese gibt es ja in unzählig vielen verschiedenen Varianten der Länge, des Materials und der Funktion. Es wird eine halbe Wissenschaft daraus gemacht. Ich kannte gezwungenermassen das Hunde-Leinen 1 x 1 in- und auswändig.

Trotz dem Besuch unzähliger Hundeschulen und dem gwissenhaften Umsetzen der Ratschläge, konnte ich mich leider nicht auf meinen Hund verlassen. Mein Hund jagte, hing in die Leine und der Rückruf glich einem Glücksspiel. Ich wusste es nicht besser und niemand konnte mir helfen.

Ich war “leinenabhängig”.

Glücklich war ich damit nie. Für mich persönlich gab und  gibt es keine schöne Leine. Mir gefällt der Hund “Natur pur” am besten.

 

Zum Glück gab ich nie auf und verfolgte meinen Herzenswunsch:

 

Der Traum von einer Partnerschaft zu meinem Hund ohne Leine!

 

Heute bin ich überglücklich. Mein Traum vom Hund ohne Leine hat sich erfüllt. Ich bin total happy darüber.

In einer meiner unzähligen schlaflosen Nächte, in denen ich über Hunde nachgedacht habe, in denen ich darüber sinnierte, was etwas aus der Sicht der Hunde bedeutet, da fiel mir dieser Spruch ein:

Nicht die Leine hält den Hund zurück – sondern der Mensch!®

Dieser Satz entspricht meiner TIEFSTEN ÜBERZEUGUNG im Zusammenleben mit unseren Hunden! Ich will keine Massnahmen der Manipulation einsetzen und meinen Hund an der Leine fest binden oder einsperren, damit er nicht wegrennt. Eine Leine war und ist für mich immer ein Mittel der Hilflosigkeit. Nicht die Leine sollte der Grund sein, damit mein Hund nicht wegläuft, sondern ich als Mensch sollte aus der Sicht meines Hundes vertrauenswürdig, stark, wichtig, kompetent – einfach gesagt – so toll sein, dass er sich meinetwegen entscheidet, bei mir zu bleiben.

 

Ich beschloss diesen Spruch zu meinem Slogan zu machen, zu meinem Leitspruch. Er steht für Elisa’s Hundewelt und das Ergebnis von artgerechter Hundeerziehung. Er trifft für mich den Nagel auf den Kopf und berührt noch immer meine Seele.

Nicht die Leine hält den Hund zurück – sondern der Mensch!®

Mittlerweile höre ich das immer wieder von meinen Kunden: Ja, so müsste es sein! Genau, das wünsche ich mir! Das wäre mein Traum! Stimmt! Das möchte ich erreichen!

Leider ist heutzutage eines der wichtigsten Accessoires für sehr viele Hundebesitzer die Hundeleine. Es gibt unzählige Kurse zur richtigen Leinenführigkeit, Leinenaggression usw. Anstatt, dass man versucht das Vertrauen und den Respekt des Hundes zu gewinnen, werden Leinen immer dicker und “Gstältli” immer “abhausicherer” entwickelt. Anstatt an der Partnerschaft zum Hund zu arbeiten, werden Absperrgitter montiert, Türen zugesperrt und die Grundstücke werden mit immer höheren Mauern und Zäunen versehen, damit die Hunde nicht weglaufen. Von allen Seiten wird einem suggeriert: Es geht nicht ohne Leine. Jeder braucht eine Leine, das ist normal.

Was ist schon normal?

Hunde brauchen untereinander keine Leinen, um sich festzubinden oder einander am Weglaufen zu hindern.

Sie brauchen keine Türen um sich gegenseitig einzuschliessen und einander so den Weg in die Welt zu versperren.

Ich weiss, wenn Hund und Halter eine gleichberechtigte Partnerschaft leben und sich verstehen:

Dann entscheidet sich der Hund voll Freude, seinem Menschen freiwillig überallhin zu folgen. Hund und Mensch sind Eins.

Alle Hilfsmittel werden überflüssig. Der Traum wird wahr…

 

Nicht die Leine hält den Hund zurück – sondern der Mensch!®

Ihre Elisabeth Suter